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❄️ Kälte als pathogener Faktor in der TCM

Gespeichert von Nadine am Fr, 01/23/2026 - 09:44

Warum Kälte mehr ist als nur schlechtes Wetter – und was sie im Körper von Hund und Pferd bewirkt

In der TraditioBild entfernt.nellen Chinesischen Medizin (TCM ist Kälte kein harmloser Umweltfaktor.
Sie gehört zu den sogenannten äußeren pathogenen Einflüssen und kann – wenn sie in den Körper eindringt – weitreichende Auswirkungen auf Gesundheit, Energiefluss und Wohlbefinden von Tieren haben.

Gerade bei Hunden und Pferden, die viel draußen sind, im Winter geschoren werden, im Nassen stehen oder alters- bzw. konstitutionsbedingt geschwächt sind, spielt Kälte eine deutlich größere Rolle, als viele vermuten.

 


🌬 Was macht Kälte im Körper deines Tieres?

Aus Sicht der TCM wirkt Kälte nicht oberflächlich – sie geht in die Tiefe und verändert grundlegende Prozesse im Organismus.

1. Kälte zieht zusammen

Kälte verengt Gefäße und Meridiane.
Qi (Lebensenergie) und Blut können nicht mehr frei zirkulieren.

Typische Anzeichen bei Hund & Pferd:

  • Bild entfernt.Steifheit beim Aufstehen
  • Verspannte Muskulatur
  • kalte Ohren, Pfoten oder Gliedmaßen
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Druckempfindlichkeit bestimmter Körperstellen

2. Kälte verlangsamt

Kälte bremst Stoffwechsel, Verdauung und Regeneration.

Mögliche Zeichen:

  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • reduzierter Appetit
  • weicher Kot oder Durchfall
  • verlangsamte Heilung
  • allgemeine „Schwere“ im Verhalten

3. Kälte schwächt die Abwehrenergie (Wei-Qi)

Wei-Qi ist in der TCM für den Schutz vor äußeren Einflüssen zuständig. Bild entfernt.
Wird sie durch Kälte geschwächt, wird das Tier anfälliger.

Häufige Folgen:

  • wiederkehrende Infekte
  • Husten, Nasenausfluss
  • erhöhte Erkältungsneigung
  • langsame Genesung nach Krankheiten

4. Kälte kann innere Kälte erzeugen

Besonders bei bereits geschwächten oder älteren Tieren kann Kälte tief in den Körper eindringen und dort chronische Muster erzeugen.

Mögliche Langzeitfolgen:

  • Gelenkprobleme Bild entfernt.
  • Arthrose
  • Rückensteifheit
  • chronische Schmerzen
  • Inkontinenz
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • Erschöpfungszustände

⚠️ Wichtiger TCM-Hinweis:

Kälte zeigt sich nicht immer als Frieren

In der TCM ist besonders wichtig zu verstehen:
Kälte äußert sich nicht immer nur als Kältegefühl oder Energiemangel.

In manchen Fällen kann tief sitzende innere Kälte sogar zu Hitze-Symptomen führen – etwa durch Stau, Reizung oder einen sogenannten „falschen Hitzezustand“.

Dann wirkt das Tier z. B.:

  • unruhig
  • entzündlich
  • gereizt
  • „heiß“ in bestimmten Körperbereichen

➡️ Die eigentliche Ursache kann trotzdem eine geschwächte Nierenenergie durch Kälte sein.

Deshalb gilt in der TCM:
Nicht nach Symptomen allein behandeln – sondern immer nach einer sauberen energetischen Diagnose.
Denn wärmende Maßnahmen zur falschen Zeit oder kühlende Strategien bei versteckter Kälte können das Ungleichgewicht sogar verstärken. 

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